Ein holländisches Käsesoufflé ist kein feines Ofengericht aus einer Souffléform. Es ist ein Snack. Außen knusprig, innen weich und heiß, am besten frisch aus dem Fett oder aus der Heißluftfritteuse.
Genau deshalb passt es so gut in die Welt der holländischen Snacks. Ein Kaassoufflé liegt in den Niederlanden neben Frikandel, Kroket, Bitterballen und Pommes in der Snackbar. In Deutschland ist es dagegen nicht immer leicht zu finden.
Zum Glück kann man eine einfache Version selber machen. Sie wird nicht exakt so wie ein industriell hergestelltes TK-Kaassoufflé aus Holland. Aber sie kommt nah genug heran, um diesen kleinen Holland-Moment auf den Teller zu holen – und manchmal schmeckt sie sogar noch besser.
Ein holländisches Käsesouffle muss auch beim Selbermachen unkompliziert sein
Wir lieben am holländischen Käsesouffle vor allem, dass es ein so praktischer Snack für zwischendurch ist. Daher erwarten wir von einem solchen Gericht auch in der heimischen Küche, dass es nicht unnötig viel Mühe macht. Während das französische Käse-Souffle viel Fingerspitzengefühl verlangt und keine Ungenauigkeit verzeiht, ist die holländische Variante recht schnell und einfach zubereitet. Probier das folgende Rezept doch selbst einmal aus!
Zutaten für 6 Stück
- 6 quadratische Platten TK-Blätterteig
- 180 g junger oder mittelalter Gouda
- 1 EL Frischkäse oder Schmelzkäse
- 1 TL Senf
- etwas Paprikapulver
- Salz und Pfeffer
- 1 Ei
- ca. 80 g feines Paniermehl
- neutrales Öl zum Frittieren
Zubereitung
Das Wichtigste bei der Zubereitung von selbstgemachtem Käsesouffle ist, dass der Teig kühl bleibt und die Ränder gut verschlossen werden. Wenn die Käsesouffles vor dem Frittieren dann noch kurz ruhen dürfen, ist schon fast alles erreicht, und du darfst dich auf etwas Leckeres zu essen freuen.
- Den Blätterteig aus dem Gefrierfach nehmen und nur leicht antauen lassen. Er sollte biegsam sein, aber noch kühl und stabil bleiben.
- Den Gouda fein reiben. Mit Frischkäse, Senf, Paprikapulver, wenig Salz und Pfeffer vermengen. Die Masse soll nicht flüssig sein, sondern eher wie eine feste Käsecreme wirken.
- Etwas Käsefüllung auf je eine Hälfte der Blätterteigplatte geben. Dabei rundherum genug Rand frei lassen. Den Teig über die Füllung klappen und die Ränder zuerst mit den Fingern festdrücken.
- Danach die Ränder mit einer Gabel noch einmal gut verschließen. Das ist wichtig, damit der Käse später nicht sofort ausläuft.
- Das Ei in einem tiefen Teller verquirlen. Das Paniermehl in einen zweiten Teller geben.
- Die gefüllten Teigtaschen zuerst durch das Ei ziehen und anschließend im Paniermehl wenden. Die Panade sollte möglichst gleichmäßig haften.
- Die vorbereiteten Käsesoufflés für 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Noch besser ist es, sie kurz anzufrieren. Dadurch bleibt die Form beim Frittieren stabiler.
- Das Öl auf etwa 175 bis 180 Grad erhitzen. Die Käsesoufflés portionsweise hineingeben und etwa 3 bis 5 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und kurz warten. Innen ist der geschmolzene Käse sehr heiß.
Warum kommt Frischkäse in die Füllung?
Nur ein Stück Käse in Blätterteig funktioniert auch. Die Füllung wird dann aber manchmal etwas fest oder ungleichmäßig.
Mit einem kleinen Löffel Frischkäse oder Schmelzkäse wird die Masse cremiger. Sie verteilt sich besser im Teig und erinnert eher an die weiche Füllung, die man von einem Snack-Käsesouffle wie in den Niederlanden erwartet.
Der Senf ist keine Pflicht. Er gibt der Füllung aber etwas Würze, ohne dass das Käsesouffle penetrant nach Senf schmeckt.
Käsesouffle in der Fritteuse, im Topf oder im Airfryer?
Am klassischsten wird das Käsesouffle in heißem Fett. Die Panade wird schnell knusprig und der Käse hat genug Zeit zu schmelzen. Genau wie sich das im Supermarkt gekaufte tiefgefrorene Käsesouffle gut in der Fritteuse zubereiten lässt, gelingt das auch mit der selbstgemachten Variante.
Im Topf funktioniert es ebenfalls. Wichtig ist dann ein Thermometer oder etwas Gefühl für die Hitze. Ist das Öl zu kalt, saugt sich die Panade voll. Ist es zu heiß, wird der Teig außen dunkel, bevor der Käse innen richtig weich ist.
Im Airfryer wird das Ergebnis etwas anders. Es ist weniger fettig, aber leider auch meist nicht ganz so typisch snackbar-knusprig. Für selbstgemachte Käsesoufflés kannst du ungefähr mit 180 Grad und 8 bis 10 Minuten rechnen. Noch besser wird die Panade, wenn du sie vorher dünn mit Öl besprühst oder bepinselst.
Kann man Käsesouffles vorbereiten?
Ja, das geht sogar sehr gut. Du kannst die Käsesouffles komplett formen, panieren und dann einfrieren. Dafür legst du sie zuerst einzeln auf ein Brett oder einen Teller. Wenn sie fest gefroren sind, kannst du sie in eine Dose oder einen Gefrierbeutel geben.
Beim Frittieren kommen sie dann direkt gefroren ins heiße Fett. Sie brauchen etwas länger als frische Käsesoufflés, bleiben aber oft besonders stabil. Lose Eiskristalle solltest du vorher aber vorsichtig entfernen, damit das Fett nicht unnötig spritzt.
Gerade wenn du mehrere Holland-Snacks für einen Abend vorbereitest, ist das praktisch. Dann musst du später nur noch frittieren oder den Airfryer starten.
Fazit: Nicht ganz wie aus Holland, aber sehr nah dran
Ein selbstgemachtes holländisches Käsesouffle ist keine exakte Kopie aus der niederländischen Tiefkühltruhe. Dafür fehlt zu Hause oft die ganz gleichmäßige Form und die industrielle Käsefüllung.
Aber genau das macht die eigene Version auch sympathisch. Der Teig wird knusprig, der Käse läuft weich auseinander, und mit Pommes oder einem kleinen Dip schmeckt es sofort nach Holland-Snack.
Wer kein fertiges Käsesoufflé in Deutschland kaufen kann oder einfach Lust auf einen Küchenversuch hat, bekommt mit diesem Rezept eine einfache und ziemlich leckere Lösung.

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