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  • Kibbeling Rezept: holländischen Backfisch einfach selber machen

    Kibbeling Rezept: holländischen Backfisch einfach selber machen

    Die kleinen Stücke aus weißem Fisch schmecken nach Nordsee, Fischbude und Urlaub. Der typische Kibbeling aus Holland wird meistens mit Remoulade, Knoblauchsoße oder einer anderen hellen Sauce gegessen. Wer grade ein wenig Holland-Sehnsucht hat, kann den beliebten Snack zu Hause auch selber machen. Die hier vorgestellten Kibbeling Rezepte sind bewusst einfach gehalten. Du brauchst dafür keinen komplizierten Teig, keine fertige Gewürzmischung und keinen besonderen Fisch vom Spezialhändler.

    Warum es nicht „das eine“ Kibbeling Rezept gibt

    Wer nach einem Kibbeling Rezept sucht, merkt schnell: Es gibt viele Varianten. Manche Rezepte setzen auf Bierteig, andere auf Mineralwasser. Einige würzen den Fisch kräftig, andere halten den Teig ganz schlicht.

    Dass Kibbeling mehr als ein Urlaubssnack ist, zeigt sich auch daran, dass mittlerweile verschiedene Kibbeling-Rezepte bei Chefkoch vertreten sind. Der beliebte Fischsnack wird in immer mehr deutschen Küchen nachgemacht. Auch wir haben verschiedene Rezepte ausprobiert und experimentieren gerne auch weiter mit immer wieder neuen Ideen. Im Grunde soll das Rezept aber einfach bleiben und muss vor allem zu Hause ohne unnötig hohen Aufwand funktionieren. Kibbeling ist kein genormtes Gericht, sondern ein Snack mit Grundprinzip.

    Kibbeling Rezept: einfache Variante mit Mineralwasser-Teig

    Dieses Rezept ist eine besonders praktische Version für den Alltag. Der Teig wird mit kaltem Mineralwasser angerührt. Dadurch wird er leichter als ein Bierteig und passt auch dann gut, wenn Kinder mitessen.

    Weiter unten findest du zusätzlich ein Kibbeling Rezept mit Bierteig. Das schmeckt etwas kräftiger und ist eine gute Alternative, wenn du den typischen Fischbuden-Geschmack noch etwas stärker treffen möchtest.

    Portionen: 4
    Vorbereitung: etwa 20 Minuten
    Frittierzeit: etwa 10 bis 12 Minuten
    Schwierigkeit: einfach
    Wichtig: Das Öl sollte etwa 175 bis 180 Grad heiß sein.

    Zutaten für den Fisch

    • 600 g Kabeljau, Seelachs oder Seehecht, möglichst grätenfrei
    • 1 bis 2 EL Mehl zum Bestäuben
    • etwas Salz
    • etwas Zitronensaft
    • neutrales Öl zum Frittieren, zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl

    Zutaten für den Kibbeling-Teig

    • 150 g Weizenmehl
    • 40 g Speisestärke
    • 1 TL Backpulver
    • 1 Ei
    • 200 bis 230 ml sehr kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure
    • ½ TL Salz
    • 1 bis 2 TL Kibbeling-Gewürz aus der Mischung unten

    Einfache Kibbeling-Gewürzmischung

    • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
    • 1 TL mildes Currypulver
    • ½ TL Knoblauchpulver
    • ½ TL Zwiebelpulver
    • ¼ TL Pfeffer
    • 1 Prise Cayennepfeffer oder Chili
    • optional: 1 kleine Prise Muskat

    Diese Mischung ist kein streng festgelegtes Originalgewürz. Genau das ist bei Kibbeling aber auch normal. Ein einziges originales holländisches Kibbeling Rezept gibt es nicht. Entscheidend ist eher die Richtung: mild würzig, leicht pikant und nicht zu dominant. Der Fisch soll noch nach Fisch schmecken.

    Zubereitung

    Kibbeling selber machen ist nicht schwer. Wichtig ist nur, dass der Fisch trocken ist, der Teig kalt bleibt und das Öl heiß genug ist. Dann wird der Kibbeling außen knusprig und bleibt innen saftig.

    1. Fisch vorbereiten
      Den Fisch trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Stücke sollten nicht zu klein sein, sonst trocknen sie beim Frittieren schneller aus. Etwa 3 bis 4 Zentimeter sind ideal.
    2. Fisch würzen
      Die Fischstücke mit etwas Zitronensaft beträufeln, leicht salzen und mit einem kleinen Teil der Gewürzmischung bestreuen. Danach etwa 10 Minuten stehen lassen.
    3. Fisch mit Mehl bestäuben
      Die Fischstücke mit 1 bis 2 EL Mehl vermengen. Es soll keine dicke Mehlschicht entstehen. Das Mehl hilft nur dabei, dass der Backteig später besser am Fisch haftet.
    4. Öl erhitzen
      Das Öl in einem hohen Topf oder in einer Fritteuse auf etwa 175 bis 180 Grad erhitzen. Der Topf sollte nicht mehr als halb voll sein, weil heißes Öl schäumen kann, wenn der Fisch hineinkommt.
    5. Teig anrühren
      Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und 1 bis 2 TL Gewürzmischung in einer Schüssel verrühren. Dann Ei und kaltes Mineralwasser dazugeben. Nur kurz rühren, bis ein glatter, eher dickflüssiger Teig entsteht.
    6. Fisch durch den Teig ziehen
      Die Fischstücke portionsweise durch den Teig ziehen. Der Teig sollte am Fisch haften, aber nicht wie eine dicke Paste wirken.
    7. Kibbeling frittieren
      Die Fischstücke vorsichtig ins heiße Öl geben. Nicht zu viele Stücke auf einmal frittieren, sonst sinkt die Temperatur zu stark. Den Kibbeling etwa 3 bis 4 Minuten ausbacken, bis er goldgelb und knusprig ist.
    8. Abtropfen lassen und servieren
      Den fertigen Kibbeling mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Direkt danach kann man noch eine kleine Prise Salz oder etwas von der Gewürzmischung darübergeben.

    Am besten schmeckt Kibbeling sofort nach dem Frittieren. Dann ist die Hülle noch heiß, leicht und knusprig.

    Wenn mehrere Portionen nacheinander fertig werden, kann man die ersten Stücke kurz im Backofen bei etwa 80 Grad warmhalten. Zu lange sollte Kibbeling dort aber nicht liegen, sonst wird die Hülle wieder weicher.

    Kibbeling Sauce: schnelle Remoulade zum Fisch

    Zu Kibbeling gehört fast immer eine helle Sauce. In Holland bekommt man ihn oft mit Remoulade, Knoblauchsoße oder einer anderen Sauce auf Mayonnaise-Basis.

    Für zu Hause reicht eine schnelle Remoulade völlig aus. Sie passt zum Fisch, ist in wenigen Minuten angerührt und schmeckt frischer als eine reine Fertigsauce.

    Zutaten für die Kibbeling-Remoulade

    • 4 EL Mayonnaise
    • 2 EL Joghurt
    • 1 TL Senf
    • 1 kleine Gewürzgurke, sehr fein gewürfelt
    • 1 TL Gurkenwasser oder Zitronensaft
    • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben oder gepresst
    • 1 EL gehackte Petersilie oder Dill
    • Salz und Pfeffer

    Zubereitung der Sauce

    1. Mayonnaise, Joghurt und Senf in einer kleinen Schüssel verrühren
    2. Gewürzgurke, Gurkenwasser oder Zitronensaft, Knoblauch und Kräuter dazugeben
    3. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken
    4. Die Sauce bis zum Servieren kalt stellen

    Dieses Kibbeling Remoulade Rezept ist bewusst einfach. Wer die Sauce etwas leichter möchte, nimmt mehr Joghurt und weniger Mayonnaise. Wer sie kräftiger mag, gibt zusätzlich etwas mehr Knoblauch, ein paar Kapern oder eine kleine Prise Currypulver dazu.

    Kibbeling Rezept mit Bierteig

    Ein Kibbeling Rezept mit Bierteig schmeckt etwas kräftiger. Der Teig bekommt durch das Bier mehr Aroma und wird beim Ausbacken ebenfalls schön locker. Diese Variante passt besonders gut, wenn der Kibbeling noch etwas mehr nach Fischbude schmecken soll. Für Kinder oder für Menschen, die Biergeschmack nicht mögen, ist das Hauptrezept mit Mineralwasser meistens angenehmer.

    Zutaten für Kibbeling im Bierteig

    • 600 g Kabeljau, Seelachs oder Seehecht
    • 150 g Weizenmehl
    • 30 g Speisestärke
    • 1 TL Backpulver
    • 1 Ei
    • 180 bis 220 ml kaltes helles Bier
    • ½ TL Salz
    • 1 bis 2 TL Kibbeling-Gewürzmischung
    • etwas Mehl zum Bestäuben des Fischs
    • neutrales Öl zum Frittieren

    Zubereitung der Bierteig-Variante

    Auch bei der Bierteig-Variante gilt: Der Fisch sollte trocken sein und das Öl muss heiß genug sein. Der Teig wird am besten direkt vor dem Frittieren angerührt.

    1. Fisch vorbereiten
      Den Fisch trocken tupfen, in Stücke schneiden, leicht salzen und mit etwas Gewürz bestreuen.
    2. Teig anrühren
      Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Gewürzmischung in einer Schüssel vermengen.
    3. Bier und Ei dazugeben
      Ei und zunächst 180 ml kaltes Bier einrühren. Falls der Teig zu dick ist, noch etwas Bier dazugeben.
    4. Fisch mehlieren
      Die Fischstücke leicht mit Mehl bestäuben. Dadurch hält der Bierteig besser.
    5. Frittieren
      Die Fischstücke durch den Bierteig ziehen und portionsweise bei 175 bis 180 Grad frittieren, bis sie goldgelb sind.
    6. Abtropfen lassen
      Den Kibbeling auf Küchenpapier abtropfen lassen und direkt mit Remoulade servieren.

    Der Bierteig sollte nicht zu lange stehen. Wenn er frisch angerührt wird, bleibt er lockerer. Kleine Klümpchen sind nicht schlimm. Man muss den Teig also nicht minutenlang glattrühren.

    Kibbeling Teig Rezept: So wird die Hülle knusprig

    Der Teig entscheidet darüber, ob Kibbeling wirklich gut wird. Er darf nicht zu dünn sein, sonst läuft er vom Fisch herunter. Er darf aber auch nicht zu dick sein, sonst schmeckt die Hülle schwer und teigig.

    Ein gutes Rezept für Kibbeling Teig erkennt man daran, dass der Teig am Fisch haften bleibt und beim Herausheben langsam abtropft. Wenn er sofort herunterläuft, fehlt etwas Mehl. Wenn er sich kaum bewegen lässt, braucht er noch einen Schuss Mineralwasser oder Bier.

    Für eine knusprigere Hülle helfen drei kleine Dinge:

    • Der Fisch sollte wirklich trocken getupft werden, bevor er durch den Teig gezogen wird.
    • Der Teig sollte möglichst kalt sein.
    • Das Öl muss heiß genug sein, bevor der Fisch hineinkommt.

    Gerade der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Ist das Öl zu kalt, saugt sich der Teig stärker mit Fett voll und wird eher weich. Ist es zu heiß, wird die Hülle dunkel, bevor der Fisch innen gar ist.

    Ein Küchenthermometer ist deshalb hilfreich. Man kann Kibbeling zwar auch ohne Thermometer machen, aber mit Thermometer lässt sich deutlich sicherer ein gutes Ergebnis erzielen.

    Kibbeling in der Pfanne zubereiten

    Ein klassisches Kibbeling Rezept funktioniert am besten in der Fritteuse oder in einem hohen Topf mit ausreichend Öl. In der Pfanne geht es aber auch.

    Dafür sollte die Pfanne hoch genug sein und etwa 1 bis 2 Zentimeter Öl enthalten. Die Fischstücke werden genauso vorbereitet und durch den Teig gezogen. Anschließend legt man sie vorsichtig ins heiße Öl und wendet sie nach kurzer Zeit.

    Der Nachteil: Die Stücke werden nicht ganz so gleichmäßig knusprig wie beim Frittieren im tiefen Öl. Für eine kleinere Portion funktioniert diese Methode aber gut.

    Kibbeling aus der Heißluftfritteuse oder dem Airfryer

    Bei Kibbeling entscheidet vor allem der Teig darüber, ob die Zubereitung in der Heißluftfritteuse funktioniert. Der klassische flüssige Backteig ist dafür nicht ideal. Er läuft vom Fisch herunter, bevor er richtig fest werden kann.

    Wer Kibbeling möglichst original zubereiten möchte, sollte ihn deshalb frittieren. Eine praktische Airfryer-Variante ist aber möglich, wenn man den Fisch nicht durch flüssigen Teig zieht, sondern paniert. Das ist dann nicht ganz klassisch, aber für den Alltag eine gute Alternative.

    Zutaten für Airfryer-Kibbeling

    • 500 g weißer Fisch, in Stücke geschnitten
    • 2 EL Mehl
    • 1 Ei
    • 80 g grobes Paniermehl oder Semmelbrösel
    • 1 bis 2 TL Kibbeling-Gewürzmischung
    • etwas Salz
    • etwas Öl zum Besprühen oder Beträufeln

    Zubereitung in der Heißluftfritteuse

    1. Fisch vorbereiten
      Den Fisch trocken tupfen, salzen und leicht würzen.
    2. Panieren
      Die Stücke erst in Mehl wenden, dann durch verquirltes Ei ziehen und anschließend im Paniermehl oder den Semmelbröseln wenden.
    3. Öl dazugeben
      Die panierten Fischstücke dünn mit Öl besprühen oder vorsichtig beträufeln.
    4. Im Airfryer garen
      In der Heißluftfritteuse bei etwa 190 bis 200 Grad ungefähr 8 bis 10 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.

    Diese Variante wird trockener und weniger „fischbudenmäßig“ als echter Kibbeling aus heißem Öl. Sie ist aber deutlich einfacher, wenn man nicht frittieren möchte.

    Welcher Fisch eignet sich für Kibbeling?

    Klassisch denkt man bei Kibbeling oft an Kabeljau. Für zu Hause muss es aber nicht zwingend Kabeljau sein. Wichtig ist vor allem, dass der Fisch festes, weißes Fleisch hat und beim Garen nicht sofort zerfällt.

    Gut geeignet sind:

    • Kabeljau
    • Seelachs
    • Seehecht
    • Rotbarsch, wenn man ihn etwas kräftiger mag

    Tiefgekühlter Fisch kann ebenfalls funktionieren. Dann sollte er aber vollständig aufgetaut und sehr gründlich trocken getupft werden. Zu viel Wasser am Fisch ist einer der häufigsten Gründe dafür, dass der Teig schlecht hält oder später nicht richtig knusprig wird.

    Selbst gemachter Kibbeling in einer Schüssel mit Remoulade und Salat auf einem Holztisch
    Mit Remoulade und frischem Salat wird selbst gemachter Kibbeling zum unkomplizierten Holland-Essen für zu Hause.

    Kann man Kibbeling vorbereiten?

    Ein wenig lässt sich für Kibbeling zwar vorbereiten, das meiste sollte jedoch frisch gemacht werden. Du kannst den Fisch schon einige Stunden vorher schneiden und würzen, und auch die Remoulade lässt sich gut vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.

    Der Teig sollte aber erst kurz vor dem Frittieren angerührt werden, denn dann bleibt er lockerer.

    Fertig frittierter Kibbeling schmeckt frisch am besten. Reste lassen sich aber durchaus im Kühlschrank aufbewahren und später im Backofen oder Airfryer wieder erwärmen.

    Wie wärmt man Kibbeling wieder auf?

    Kibbeling schmeckt frisch am besten. Direkt nach dem Frittieren ist die Hülle knusprig und der Fisch innen noch saftig. Aufwärmen kann man Kibbeling trotzdem, wenn Reste übrig bleiben. Wichtig ist aber, dass der Fisch vorher richtig gelagert wurde.

    Die Reste sollten nach dem Essen möglichst schnell abkühlen, luftdicht verpackt und in den Kühlschrank gestellt werden. Am besten wärmt man Kibbeling spätestens am nächsten Tag wieder auf. Dafür eignet sich der Backofen bei etwa 180 Grad. Die Stücke werden auf ein Backblech gelegt und einige Minuten erhitzt, bis sie wieder richtig heiß sind.

    Noch etwas besser klappt es oft, wenn der Kibbeling in der Heißluftfritteuse aufgewärmt wird. Dort wird die Hülle eher wieder knusprig als beim Aufwärmen im Backofen. Auch hier reichen meist wenige Minuten bei etwa 180 Grad.

    Nicht geeignet ist die Mikrowelle. Der Fisch wird darin zwar warm, aber die Hülle wird weich und auch Geruch und Geschmack verändern sich nicht gerade zum Besseren.

    Nicht mehr aufwärmen solltest du Kibbeling, wenn er längere Zeit ungekühlt auf dem Tisch stand, unangenehm riecht, schmierig wirkt oder schon einmal wieder erwärmt wurde. Auch wenn du nicht mehr sicher weißt, wie lange die Reste im Kühlschrank lagen, ist Wegwerfen die bessere Entscheidung. Bei Fisch lohnt sich kein Risiko.

    Fazit: Kibbeling selber machen ist einfacher, als es scheint

    Kibbeling wirkt im ersten Moment wie ein Snack, den man nur an der holländischen Küste oder an einer guten Fischbude bekommt. Dabei lässt er sich zu Hause erstaunlich gut nachmachen.

    Man braucht keinen perfekten Originalteig und keine fertige Gewürzmischung. Entscheidend sind frischer oder gut aufgetauter Fisch, ein kalter Backteig und Öl mit der richtigen Temperatur.

    Das Hauptrezept mit Mineralwasser ist ideal für den ersten Versuch. Die Bierteig-Variante bringt etwas mehr Aroma. Und die schnelle Remoulade macht aus den knusprigen Fischstücken genau das, was Kibbeling sein soll: ein unkomplizierter, heißer Snack, der sofort gegessen werden möchte.

  • Holländisches Käsesouffle selber machen: einfaches Rezept für den Snack-Klassiker

    Holländisches Käsesouffle selber machen: einfaches Rezept für den Snack-Klassiker

    Ein holländisches Käsesoufflé ist kein feines Ofengericht aus einer Souffléform. Es ist ein Snack. Außen knusprig, innen weich und heiß, am besten frisch aus dem Fett oder aus der Heißluftfritteuse.

    Genau deshalb passt es so gut in die Welt der holländischen Snacks. Ein Kaassoufflé liegt in den Niederlanden neben Frikandel, Kroket, Bitterballen und Pommes in der Snackbar. In Deutschland ist es dagegen nicht immer leicht zu finden.

    Zum Glück kann man eine einfache Version selber machen. Sie wird nicht exakt so wie ein industriell hergestelltes TK-Kaassoufflé aus Holland. Aber sie kommt nah genug heran, um diesen kleinen Holland-Moment auf den Teller zu holen – und manchmal schmeckt sie sogar noch besser.

    Ein holländisches Käsesouffle muss auch beim Selbermachen unkompliziert sein

    Wir lieben am holländischen Käsesouffle vor allem, dass es ein so praktischer Snack für zwischendurch ist. Daher erwarten wir von einem solchen Gericht auch in der heimischen Küche, dass es nicht unnötig viel Mühe macht. Während das französische Käse-Souffle viel Fingerspitzengefühl verlangt und keine Ungenauigkeit verzeiht, ist die holländische Variante recht schnell und einfach zubereitet. Probier das folgende Rezept doch selbst einmal aus!

    Zutaten für 6 Stück

    • 6 quadratische Platten TK-Blätterteig
    • 180 g junger oder mittelalter Gouda
    • 1 EL Frischkäse oder Schmelzkäse
    • 1 TL Senf
    • etwas Paprikapulver
    • Salz und Pfeffer
    • 1 Ei
    • ca. 80 g feines Paniermehl
    • neutrales Öl zum Frittieren

    Zubereitung

    Das Wichtigste bei der Zubereitung von selbstgemachtem Käsesouffle ist, dass der Teig kühl bleibt und die Ränder gut verschlossen werden. Wenn die Käsesouffles vor dem Frittieren dann noch kurz ruhen dürfen, ist schon fast alles erreicht, und du darfst dich auf etwas Leckeres zu essen freuen.

    1. Den Blätterteig aus dem Gefrierfach nehmen und nur leicht antauen lassen. Er sollte biegsam sein, aber noch kühl und stabil bleiben.
    2. Den Gouda fein reiben. Mit Frischkäse, Senf, Paprikapulver, wenig Salz und Pfeffer vermengen. Die Masse soll nicht flüssig sein, sondern eher wie eine feste Käsecreme wirken.
    3. Etwas Käsefüllung auf je eine Hälfte der Blätterteigplatte geben. Dabei rundherum genug Rand frei lassen. Den Teig über die Füllung klappen und die Ränder zuerst mit den Fingern festdrücken.
    4. Danach die Ränder mit einer Gabel noch einmal gut verschließen. Das ist wichtig, damit der Käse später nicht sofort ausläuft.
    5. Das Ei in einem tiefen Teller verquirlen. Das Paniermehl in einen zweiten Teller geben.
    6. Die gefüllten Teigtaschen zuerst durch das Ei ziehen und anschließend im Paniermehl wenden. Die Panade sollte möglichst gleichmäßig haften.
    7. Die vorbereiteten Käsesoufflés für 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Noch besser ist es, sie kurz anzufrieren. Dadurch bleibt die Form beim Frittieren stabiler.
    8. Das Öl auf etwa 175 bis 180 Grad erhitzen. Die Käsesoufflés portionsweise hineingeben und etwa 3 bis 5 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind.
    9. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und kurz warten. Innen ist der geschmolzene Käse sehr heiß.

    Warum kommt Frischkäse in die Füllung?

    Nur ein Stück Käse in Blätterteig funktioniert auch. Die Füllung wird dann aber manchmal etwas fest oder ungleichmäßig.

    Mit einem kleinen Löffel Frischkäse oder Schmelzkäse wird die Masse cremiger. Sie verteilt sich besser im Teig und erinnert eher an die weiche Füllung, die man von einem Snack-Käsesouffle wie in den Niederlanden erwartet.

    Der Senf ist keine Pflicht. Er gibt der Füllung aber etwas Würze, ohne dass das Käsesouffle penetrant nach Senf schmeckt.

    Käsesouffle in der Fritteuse, im Topf oder im Airfryer?

    Am klassischsten wird das Käsesouffle in heißem Fett. Die Panade wird schnell knusprig und der Käse hat genug Zeit zu schmelzen. Genau wie sich das im Supermarkt gekaufte tiefgefrorene Käsesouffle gut in der Fritteuse zubereiten lässt, gelingt das auch mit der selbstgemachten Variante.

    Im Topf funktioniert es ebenfalls. Wichtig ist dann ein Thermometer oder etwas Gefühl für die Hitze. Ist das Öl zu kalt, saugt sich die Panade voll. Ist es zu heiß, wird der Teig außen dunkel, bevor der Käse innen richtig weich ist.

    Im Airfryer wird das Ergebnis etwas anders. Es ist weniger fettig, aber leider auch meist nicht ganz so typisch snackbar-knusprig. Für selbstgemachte Käsesoufflés kannst du ungefähr mit 180 Grad und 8 bis 10 Minuten rechnen. Noch besser wird die Panade, wenn du sie vorher dünn mit Öl besprühst oder bepinselst.

    Kann man Käsesouffles vorbereiten?

    Ja, das geht sogar sehr gut. Du kannst die Käsesouffles komplett formen, panieren und dann einfrieren. Dafür legst du sie zuerst einzeln auf ein Brett oder einen Teller. Wenn sie fest gefroren sind, kannst du sie in eine Dose oder einen Gefrierbeutel geben.

    Beim Frittieren kommen sie dann direkt gefroren ins heiße Fett. Sie brauchen etwas länger als frische Käsesoufflés, bleiben aber oft besonders stabil. Lose Eiskristalle solltest du vorher aber vorsichtig entfernen, damit das Fett nicht unnötig spritzt.

    Gerade wenn du mehrere Holland-Snacks für einen Abend vorbereitest, ist das praktisch. Dann musst du später nur noch frittieren oder den Airfryer starten.

    Fazit: Nicht ganz wie aus Holland, aber sehr nah dran

    Ein selbstgemachtes holländisches Käsesouffle ist keine exakte Kopie aus der niederländischen Tiefkühltruhe. Dafür fehlt zu Hause oft die ganz gleichmäßige Form und die industrielle Käsefüllung.

    Aber genau das macht die eigene Version auch sympathisch. Der Teig wird knusprig, der Käse läuft weich auseinander, und mit Pommes oder einem kleinen Dip schmeckt es sofort nach Holland-Snack.

    Wer kein fertiges Käsesoufflé in Deutschland kaufen kann oder einfach Lust auf einen Küchenversuch hat, bekommt mit diesem Rezept eine einfache und ziemlich leckere Lösung.

  • Rezept: Einfaches französisches Käse-Soufflé

    Rezept: Einfaches französisches Käse-Soufflé

    Wir haben ein französisches Käse-Soufflé ausprobiert, weil wir wissen wollten, wie nah es unserem geliebten holländischen Kaassoufflé kommt. Die kurze Antwort: nicht besonders nah. Aber luftig, käsig und spannend war der Versuch trotzdem.

    Im ausführlichen Erfahrungsbericht erzählen wir genauer, wie unser Soufflé-Versuch gelaufen ist und warum es für uns kein echter Ersatz für den Holland-Snack ist. Hier kommt jetzt das Rezept zum Nachmachen.


    Rezept: einfaches französisches Käse-Soufflé
    Für 4 kleine Portionen oder eine mittelgroße Form.

    Zutaten

    • 30 g Butter, plus etwas Butter für die Form
    • 30 g Mehl
    • 250 ml Milch
    • 4 Eier
    • 100 g kräftiger geriebener Käse, zum Beispiel Gruyère oder ein anderer würziger Hartkäse
    • 1 TL Senf
    • Salz, Pfeffer, etwas Muskat
    • etwas geriebener Parmesan oder Paniermehl für die Form

    Zubereitung

    Den Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Form gut mit Butter ausstreichen und mit Parmesan oder Paniermehl ausstreuen. So findet die Masse später besseren Halt.

    Die Eier trennen. Das Eiweiß in eine saubere Schüssel geben. Die Eigelbe kurz beiseitestellen.

    Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und kurz anschwitzen, ohne es braun werden zu lassen. Die Milch langsam dazugießen und dabei kräftig rühren, bis eine dicke, glatte Sauce entsteht. Den Topf vom Herd nehmen. Käse, Senf, Salz, Pfeffer und Muskat einrühren. Die Masse kurz abkühlen lassen, dann die Eigelbe einzeln unterrühren.

    Das Eiweiß steif schlagen. Erst einen kleinen Teil unter die Käsemasse rühren, damit sie lockerer wird. Den Rest vorsichtig unterheben. Nicht zu lange rühren, sonst verliert die Masse Luft.

    Alles in die vorbereitete Form füllen und sofort in den Ofen stellen. Etwa 25 bis 30 Minuten backen. Währenddessen die Ofentür möglichst geschlossen lassen. Das Soufflé ist fertig, wenn es aufgegangen und oben goldbraun ist.

    Direkt servieren. Ein Käse-Soufflé wartet nicht gern.