Poffertjes Rezept: holländische Mini-Pfannkuchen selber machen

Nach unserem Poffertjes Rezept gemachte Mini-Pfannkuchen mit Beeren, Puderzucker und Poffertjes-Pfanne

Die leckeren Poffertjes schmecken nicht nur in Holland und nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt oder auf Straßenfesten. Wenn du dir den süßen Klassiker aus Holland nach Hause holen möchtest, bist du hier richtig: Mit diesem Poffertjes Rezept machst du die kleinen holländischen Mini-Pfannkuchen einfach selbst. Am typischsten werden sie mit Hefe, etwas Buchweizenmehl, einer Poffertjes-Pfanne und der klassischen Kombination aus Butter und Puderzucker.

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Poffertjes selber machen: Was bei diesem Rezept wichtig ist

Poffertjes gelingen am besten, wenn der Teig etwas ruhen darf und die Pfanne nicht zu heiß ist. Der Teig soll luftig werden, aber beim Backen trotzdem genug Stand haben, damit die kleinen Küchlein ihre Form behalten.

Dieses Rezept orientiert sich an der klassischen Variante mit Hefe. Dadurch werden die Poffertjes weicher und aromatischer als bei einer schnellen Version mit Backpulver. Ein kleiner Anteil Buchweizenmehl sorgt für einen etwas kräftigeren Geschmack, ist aber keine Pflicht.

Für den ersten Versuch ist eine Poffertjes-Pfanne* oder ein Poffertjes-Maker* praktisch. Ohne Spezialpfanne funktioniert das Rezept ebenfalls, dann werden die Poffertjes allerdings flacher und sehen eher wie kleine Pancakes aus.

  • Menge: etwa 35 bis 45 Poffertjes
  • Ruhezeit: etwa 45 Minuten
  • Backzeit: je nach Pfanne etwa 10 bis 15 Minuten
  • Schwierigkeit: einfach

Zutaten für etwa 35 bis 45 Poffertjes

Für den Teig

  • 150 g Weizenmehl
  • 50 g Buchweizenmehl
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe oder etwa 10 g frische Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 20 g geschmolzene Butter

Zum Backen und Servieren

  • etwas Butter oder neutrales Öl für die Pfanne
  • Puderzucker
  • Butter zum Servieren

Wenn du kein Buchweizenmehl* hast, kannst du auch nur Weizenmehl verwenden. Der Geschmack wird dann milder, aber die Poffertjes gelingen trotzdem. Wichtig ist vor allem, dass die Milch nur lauwarm ist. Ist sie zu heiß, arbeitet die Hefe schlechter.

Poffertjes Teig: So sollte er aussehen

Der Poffertjes Teig sollte dickflüssig, glatt und etwas zäher als normaler Pfannkuchenteig sein. Er darf nicht so flüssig sein, dass er sofort aus den Mulden läuft, aber auch nicht so fest, dass er sich kaum verteilen lässt.

Nach der Ruhezeit sollte der Teig sichtbar aufgegangen sein und kleine Bläschen zeigen. Genau das ist ein gutes Zeichen: Die Hefe hat gearbeitet, und die Poffertjes werden später luftiger.

Wenn der Teig sehr fest wirkt, kannst du noch einen kleinen Schluck Milch einrühren. Ist er viel zu dünn, hilft ein wenig zusätzliches Mehl. Meist reicht es aber, den Teig nach dem Ruhen nur kurz und vorsichtig umzurühren.

Zubereitung: Poffertjes Schritt für Schritt backen

Poffertjes selber machen ist nicht schwer, braucht aber ein wenig Ruhe und mittlere Hitze. Die kleinen Pfannküchlein sollen außen goldbraun werden und innen weich bleiben.

  1. Hefe vorbereiten
    Verrühre die lauwarme Milch mit Zucker und Hefe. Lasse die Mischung einige Minuten stehen, damit sich die Hefe gut verteilt.
  2. Teig anrühren
    Gib Weizenmehl, Buchweizenmehl, Salz, Ei und geschmolzene Butter dazu. Verrühre alles zu einem glatten, dickflüssigen Teig.
  3. Teig ruhen lassen
    Decke die Schüssel ab und lasse den Teig etwa 45 Minuten an einem warmen Ort ruhen. Er sollte danach etwas aufgegangen sein und kleine Bläschen zeigen.
  4. Pfanne vorbereiten
    Erhitze eine Poffertjes-Pfanne oder einen Poffertjes-Maker und fette die Mulden leicht mit Butter oder Öl ein.
  5. Teig einfüllen
    Fülle jeweils nur wenig Teig in die Mulden, denn die Poffertjes gehen beim Backen noch auf. Besonders gut klappt das mit einer Dosierflasche, einem Spritzbeutel oder zwei kleinen Löffeln.
  6. Poffertjes backen
    Backe die Poffertjes bei mittlerer Hitze, bis die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche beginnt zu stocken.
  7. Poffertjes wenden
    Drehe die Poffertjes mit einem Holzstäbchen, einer kleinen Gabel oder einem Spieß vorsichtig um. Danach nur noch kurz von der zweiten Seite backen.
  8. Servieren
    Fertig sind die Poffertjes, wenn beide Seiten leicht gebräunt sind und die Mitte noch weich wirkt. Direkt warm mit Butter und Puderzucker servieren.

Poffertjes richtig wenden

Poffertjes werden gewendet, sobald die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche nicht mehr völlig flüssig wirkt. Kleine Bläschen im Teig sind ein gutes Zeichen.

Am einfachsten geht das mit einem Holzstäbchen oder einem kleinen Spieß. Du löst das Poffertje vorsichtig am Rand und drehst es dann in der Mulde um. Beim ersten Versuch sieht das vielleicht noch etwas schief aus, aber nach ein paar Stücken klappt es meistens schnell besser.

Die Hitze sollte mittel sein. Ist die Pfanne zu heiß, werden die Poffertjes außen dunkel und bleiben innen roh. Ist sie zu kühl, trocknen sie aus und bekommen keine schöne Bräunung.

Poffertjes Rezept ohne Hefe: schnelle Variante mit Backpulver

Poffertjes ohne Hefe gelingen mit Backpulver schneller, schmecken aber weniger klassisch. Für eine schnelle Variante kannst du die Hefe durch etwa zwei Teelöffel Backpulver ersetzen und den Teig nur 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.

Diese Version ist praktisch, wenn es spontan gehen soll. Für den typischen Marktstand-Geschmack lohnt sich aber die Variante mit Hefe. Sie braucht mehr Zeit, macht den Teig aber weicher und aromatischer.

Wenn du Backpulver verwendest, muss die Milch nicht besonders warm sein. Der Teig sollte trotzdem kurz stehen, damit sich das Mehl gut mit der Flüssigkeit verbindet und die Poffertjes gleichmäßiger ausbacken.

Poffertjes-Pfanne, Poffertjes-Maker oder normale Pfanne?

Eine Poffertjes-Pfanne ist ideal, wenn die kleinen Pfannküchlein ihre typische runde Form bekommen sollen. Die Mulden halten den Teig zusammen und sorgen dafür, dass die Poffertjes leicht gewölbt werden.

Ein elektrischer Poffertjes-Maker ist besonders bequem. Er funktioniert ähnlich wie ein Waffeleisen und hält die Hitze gleichmäßiger. Für Familien oder gelegentliche Poffertjes-Abende ist das wahrscheinlich die einfachste Lösung.

In einer normalen Pfanne geht es auch. Setze dafür kleine Teigkleckse mit einem Löffel oder einer Dosierflasche in die Pfanne. Die Poffertjes werden dann eher kleine Pancakes, schmecken aber trotzdem gut. Wichtig ist, genug Abstand zu lassen, damit sie nicht ineinanderlaufen.

Frischer Poffertjes-Teig ist für Backofen oder Heißluftfritteuse nicht ideal, weil er direkten Kontakt zur heißen Form oder Pfanne braucht. Fertige Poffertjes aus dem Supermarkt können je nach Produkt im Backofen, in der Pfanne, in der Mikrowelle oder manchmal auch in der Heißluftfritteuse erwärmt werden.

Welche Toppings passen zu Poffertjes?

Klassisch werden Poffertjes warm mit Butter und Puderzucker serviert. Genau so schmecken sie am typischsten nach Holland, Marktstand und süßer Pause zwischendurch.

Du kannst sie aber auch anders servieren:

  • mit Sirup oder Stroop*
  • mit Schokosoße
  • mit Erdbeeren oder anderen Beeren
  • mit Apfelkompott
  • mit Sahne
  • mit Vanillesoße
  • mit Nuss-Nougat-Creme
  • mit etwas Eierlikör oder Advocaat

Für den Anfang reicht die einfache Variante mit Butter und Puderzucker völlig aus. Sie zeigt am besten, worum es bei Poffertjes geht: warmer, weicher Teig, etwas Fett, feiner Zucker und dieser kleine Holland-Moment auf dem Teller.

Poffertjes vorbereiten, aufbewahren und aufwärmen

Frische Poffertjes schmecken direkt nach dem Backen am besten. Wenn du mehrere Portionen nacheinander machst, kannst du fertige Poffertjes kurz im Backofen warmhalten. Eine niedrige Temperatur von etwa 70 bis 80 Grad reicht dafür aus.

Wenn etwas übrig bleibt, kannst du die Poffertjes gut verschlossen ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze. So werden sie wieder warm, ohne völlig weich zu werden.

Die Mikrowelle funktioniert zwar, macht Poffertjes aber oft etwas schwammiger. Einfrieren ist ebenfalls möglich. Danach lässt du sie auftauen und wärmst sie kurz in der Pfanne oder im Backofen auf.

Warum werden meine Poffertjes nicht luftig?

Poffertjes werden oft nicht luftig, wenn die Hefe nicht richtig gearbeitet hat oder der Teig zu kurz geruht hat. Auch zu heiße Milch kann ein Problem sein, weil sie der Hefe schadet.

Ein weiterer häufiger Grund ist zu hohe Hitze. Dann bräunen die Poffertjes außen schnell, während sie innen noch nicht richtig aufgehen konnten. Mittlere Hitze ist meistens besser als zu viel Eile.

Wenn der Teig sehr flüssig ist, werden die Poffertjes außerdem flacher. Er sollte dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen.

Fazit: Poffertjes selber machen lohnt sich

Poffertjes selber zu machen ist einfacher, als es auf den ersten Blick wirkt. Mit einem Hefeteig, etwas Ruhe und mittlerer Hitze werden die kleinen holländischen Mini-Pfannkuchen weich, goldbraun und wunderbar süß.

Am typischsten schmecken sie mit Butter und Puderzucker. Eine Poffertjes-Pfanne macht die Form schöner, ist aber nicht zwingend nötig. Auch aus einer normalen Pfanne kommen kleine süße Pfannküchlein, die sofort nach Hollandurlaub, Weihnachtsmarkt und frischem Gebäck schmecken.