Frikandel: Der holländische Snack, den viele Deutsche erst einmal falsch einordnen

Frikandel mit Pommes und Frikandel speciaal auf einem Holztisch

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Wer in den Niederlanden an einer Snackbar steht, sieht dort erst einmal viele Namen, die man aus Deutschland nicht kennt. Dazu gehören unter anderem Kroket, Kipcorn, Bamischijf, Nasischijf und natürlich unser geliebtes Käsesoufflé.

Irgendwo dazwischen ist fast immer auch die Frikandel zu finden. Sie wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Länglich, dunkel, ohne Panade, meistens frittiert. Trotzdem gehört die Frikandel zu den bekanntesten Snacks in Holland.

Für deutsche Urlauber ist sie oft erst einmal schwer einzuordnen. Ist die Frikandel eine Wurst? Ist sie eine Frikadelle oder eine Art Fleischrolle? So wirklich falsch ist keiner dieser Gedanken, aber ganz richtig ist es eben auch nicht. Die Frikandel ist eben einfach ein Fall für sich.

Was ist eine Frikandel?

Eine Frikandel ist ein länglicher, frittierter Fleischsnack der vor allem in den Niederlanden und Belgien sehr beliebt ist. Sie sieht ein bisschen aus wie eine glatte, dunkle Wurst, steckt aber – anders als zum Beispiel eine Bratwurst oder eine Currywurst – nicht in einem Darm oder einer künstlichen Umhüllung.

Die holländische Frikandel wird heiß serviert. Sie kann pur, mit Pommes oder als „Frikandel speciaal“ mit Sauce und Zwiebeln gegessen werden. Für viele Menschen ist sie eng mit Urlaub in Holland, Imbissbuden und schnellen Snack-Momenten verbunden.

Die Frikandel ist kein feiner Snack im edlen Sinn. Das will sie auch gar nicht sein. Sie gehört eher in die gleiche Welt wie Pommes, Kroketten und frittierte Kleinigkeiten, die man nach einem Strandtag, im Ferienpark oder unterwegs an der Snackbar bestellt.

Ist Frikandel dasselbe wie Frikadelle?

Der Name führt leicht in die Irre. Wer aus Deutschland kommt, denkt bei Frikandel schnell an eine Frikadelle. Aber auch das ist sie definitiv nicht. Sie ist kein in der Pfanne gebratener Hackfleischklops, sondern eine längliche, frittierte Rolle. Ihre Oberfläche ist glatter als die einer Frikadelle und auch geschmacklich unterscheidet sie sich davon.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Der Name klingt vertraut, aber das Erlebnis ist ein anderes. Wer eine deutsche Frikadelle erwartet, merkt spätestens nach dem ersten Bissen, dass der Vergleich nur beim Namen funktioniert. Genau deshalb ist es ratsam, die Frikandel nicht mit irgendetwas zu vergleichen. Sie ist, was sie ist.

Wie schmeckt eine Frikandel?

Eine Frikandel schmeckt würzig, weich und ziemlich eindeutig nach Imbiss. Sie ist nicht knusprig wie eine Kroket und auch nicht käsig wie ein Käsesoufflé. Ihre Oberfläche bekommt beim Frittieren zwar etwas Farbe, bleibt aber eher glatt.

Der Geschmack ist mild würzig. Nicht scharf, nicht besonders rauchig, nicht so kräftig wie eine Bratwurst. Das macht sie unkompliziert. Auch viele Kinder mögen Frikandel gerade deshalb: Sie ist warm, weich und würzig, aber nicht scharf. Sie passt zu Pommes, zu Sauce und zu diesem schnellen Snackgefühl, das man in Holland oft findet.

Natürlich ist Frikandel kein Snack für jeden Geschmack. Wer eine eher natürliche, grobe Fleischstruktur erwartet, wird vielleicht irritiert sein. Wer aber niederländische Snackbars mag, versteht den Reiz. Es ist dieser einfache, warme, salzige Imbissmoment. Kein großes Essen. Eher etwas, das man sich zwischendurch gönnt.

Was ist Frikandel speciaal?

Eine besonders beliebte Variante des holländischen Snacks ist die Frikandel speciaal. Dabei wird die Frikandel längs aufgeschnitten und mit Sauce gefüllt oder bedeckt. Häufig kommen Mayonnaise oder die typisch holländische Frietsaus, Curry oder Ketchup und gehackte Zwiebeln dazu. Je nach Snackbar kann die Kombination ein wenig anders aussehen. Die Grundidee bleibt aber meist dieselbe: Frikandel, Sauce und Zwiebeln.

Aufgrund der Zwiebeln und der Saucen kann Frikandel speciaal nicht mehr einfach wie eine Wurst gegessen werden. Sie liegt in einer Schale oder auf einem Teller und wird mit der Gabel gegessen.

Wo bekommt man Frikandel in Holland?

In den Niederlanden begegnet Frikandel an vielen Orten. Ganz typisch sind die kleinen Imbisse, in denen es Pommes, Kroketten, Käsesoufflé, Bitterballen und viele andere frittierte Snacks gibt. Auch in Ferienparks, Freizeitparks, Schwimmbädern oder an der Küste ist Frikandel oft nicht weit.

Manchmal kommt sie sogar aus der Wand. In den Niederlanden heißen solche Snackautomaten oft Automatiek: warme Snacks liegen dabei in kleinen Fächern, die man nach dem Bezahlen öffnen kann. Man wirft Geld ein, nimmt sich eine Frikandel, Kroket oder einen anderen Snack heraus und geht weiter. Was für deutsche Urlauber erst einmal ungewöhnlich wirkt, gehört in vielen Städten in den Niederlanden ganz selbstverständlich dazu.

Kann man Frikandel auch zu Hause essen?

Wer im Urlaub auf den Geschmack gekommen ist, fragt sich zu Hause irgendwann, ob man Frikandel eigentlich auch in Deutschland kaufen kann. Ganz unmöglich ist das nicht, aber sie steht nicht in jedem normalen Supermarkt. In Grenznähe, in niederländischen Supermärkten oder online findet man sie deutlich eher.

Für zu Hause gibt es tiefgekühlte Frikandellen, die je nach Produkt in der Fritteuse, im Ofen oder im Airfryer zubereitet werden können. Gerade die Zubereitung in der Heißluftfritteuse ist praktisch, weil viele Holland-Snacks darin recht unkompliziert warm und außen etwas fester werden. Ähnlich wie beim Käsesoufflé aus der Heißluftfritteuse ist aber auch bei Frikandellen die Wahl des Produkts wichtig. Nicht alle tiefgekühlten Frikandellen sind auch für den Airfryer geeignet.

Trotzdem bleibt eine Frikandel an der niederländischen Snackbar etwas anderes. Vielleicht liegt es an der Umgebung, vielleicht an den Pommes dazu oder vielleicht auch daran, dass ein Snack im Urlaub einfach anders schmeckt.

Welche Snacks sind eine Alternative zur Frikandel?

Die Frikandel nimmt unter den Holland-Snacks eine eigene Rolle ein. Sie ist nicht paniert und nicht mit Käse oder Nudeln gefüllt. Das macht sie schlichter als die meisten anderen Snacks aus der holländischen Snackbar. Genau das macht sie aber auch so unkompliziert. Wer etwas Warmes, Würziges und Sättigendes möchte, ohne von irgendwelchen komischen Besonderheiten überrascht zu werden, liegt mit einer Frikandel meistens richtig.

Andere Snacks gehen stärker in eine bestimmte Richtung. Eine Kroket ist außen knuspriger und innen cremiger. Bitterballen sind kleiner und eher ein Snack zum Teilen. Eine Bamischijf ist würziger und durch die Nudelfüllung deutlich spezieller. Das Käsesoufflé ist dagegen die richtige Wahl, wenn es weniger um Fleisch und mehr um geschmolzenen Käse geht.

Die Frikandel ist also nicht unbedingt der auffälligste Snack auf der Karte. Sie ist eher der einfache Klassiker dazwischen. Gerade deshalb passt sie gut zu Pommes und wird auch von Kindern gerne gegessen. Langeweile muss aber trotzdem nicht aufkommen, denn als Frikandel speciaal bekommt der einfache Snack mit Sauce und Zwiebeln noch einmal eine ganz andere Seite.

Lohnt es sich, Frikandel zu probieren?

Wenn man neugierig auf die typischen Holland-Snacks ist, kommt man an der Frikandel kaum vorbei. Sie ist nicht der feinste Snack der Welt, aber sie gehört zu den Niederlanden wie Pommes, Snackbar und Käsesoufflé. Letzteres würden wir der Frikandel zwar jederzeit vorziehen, aber genau darüber lässt sich natürlich wunderbar streiten, und auch die Frikandel hat ihre treuen Fans.

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